16 Weiße Frau

Vielfalt der Briloner Hochfläche

Die Naturschutzgebiete „Weiße Frau – Rösenbecker Burg“ und „Egge“ schließen sich östlich und südlich an die Ortschaft Rösenbeck bei Brilon an. Die mehr als 550 Meter hohen Talflanken Weiße Frau und Egge mit ihrem Mosaik aus wertvollen Wald-, Fels- und Offenlandlebensräumen sind ein fantastisches Landschaftserlebnis. Der Steilabfall von der Briloner Hochfläche zum Hoppecketal, der das Landschaftsbild prägt, ist vor allem von der nördlichen Kuppe der Egge aus erkennbar. Bei gutem Wetter können Sie vom Gebiet aus bis zu den Bruchhauser Steinen blicken.

Wälder und Felsen der Weißen Frau

Die Weiße Frau ist eine exponierte Talflanke des Hoppecketals. Auf ihrem Gipfel befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man einen guten Ausblick auf den Landschaftsraum „Padberger Schweiz“ hat. Am Berg wachsen wertvolle Waldgesellschaften wie Orchideen-Buchenwald, Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwald und Hangschuttwälder. Zum Teil handelt es sich um ehemalige Niederwälder, deren mehrstämmige Bäume an einigen Stellen Krüppelwuchs zeigen.

In den Laubwäldern des Schutzgebietes nisten zahlreiche Vogelarten, unter anderem der seltene Kolkrabe, Hohltaube, Waldlaubsänger und Rotmilan. Im Frühjahr schwirrt der Nagelfleck, ein tagaktiver Vertreter der Nachtfalter, durch das Unterholz der Buchen. Es zeigen sich Frühblüher wie Märzenbecher und Leberblümchen. Abgelöst werden sie von Orchideenarten wie der Vogel-Nestwurz, dem Weißen und dem Langblättrigen Waldvögelein.

Magergrünland und Quellen der Egge

Benachbart zur Weißen Frau befindet sich die Egge, eine überwiegend südexponierte Bergflanke mit großflächigen, strukturreichen Magerweiden. Hier gibt es nicht nur wertvolle, magere Feucht- und Nassgrünländer im Bereich von Quellen, sondern auch ein Mosaik aus Magerweiden und Borstgrasrasen. Bedeutende Teile der Magerrasen wurden von der NRW-Stiftung erworben. Im Sommer finden Sie an den sonnenexponierten, mageren Wegrändern neben dem Arznei-Thymian auch Kleines Mausohr-Habichtskraut, Sonnenröschen, Färber-Ginster und Heide-Nelke. Vogelarten des Offenlandes, die ihre auffälligen Fluggesänge im Gebiet Egge vortragen, sind Feldlerche und Baumpieper.



Ansprechpartner: Biologische Station Hochsauerlandkreis

Ein tolles Naturerlebnis, vor allem zur Blütezeit der Frühblüher von März bis April, bietet ein Besuch der Almequellen auf dem Quellenrundweg im neun Kilometer entfernten Alme (Wanderzeichen Q).

Die im Nachbarort Nehden 1978 gefundenen Dinosaurierknochen werden teilweise in Brilon (Entfernung ca. neun Kilometer) im Museum Haus Hövener gezeigt.

Ein beliebtes Ausflugsziel in der Umgebung ist auch die von Rösenbeck etwa elf Kilometer entfernte Diemeltalsperre im Naturpark Diemelsee, der größtenteils in Hessen liegt.

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