Entfichtung

Naturschutzaktion im „Urwald“ von Hünsborn

19.03.2024: Naturpark-Schule Hünsborn entfernt Fichten

Das Naturschutzgebiet Kallerhöh vor den Toren von Wenden-Hünsborn wird auch als der „Urwald von Hünsborn“ bezeichnet. Und das nicht ohne Grund: Hier wechseln sich naturnahe Quellen, Erlenbruchwälder und Moorbereiche ab – ein höchst seltener Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Nur eine Pflanze hat hier keine Zukunft: Die Fichte. Und genau um die ging es bei einer Naturschutzaktion am 19.03.2024. Vierzig Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Hünsborn, die auch seit letztem Jahr als Naturpark-Schule ausgezeichnet ist, tauschten das Klassenzimmer gegen dieses Naturschutzgebiet und setzten sich aktiv körperlich für den Naturschutz vor Ort ein.

Eingeladen zu dieser Aktion hat der Naturpark Sauerland Rothaargebirge und traf nicht nur bei der Schule in Hünsborn auf offene Ohren. Auch Antonius Klein von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Olpe sowie der Forstbetriebsbeamte Michael Knoop vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW waren von der Idee begeistert und sofort bereit, diese Aktion zu unterstützen.

Die Fläche des Naturschutzgebietes liegt als Staatswald im Eigentum des Landes NRW und so griff an diesem Tag auch das Team des Regionalforstamtes Kurkölnisches Sauerland zur Säge und fällten die dickeren Fichten. Es folgte der Einsatz der Drittklässler: Mit ganz viel Engagement, Ausdauer und körperlichem Eifer zogen die Kinder die Fichten durch den sumpfigen Bruchwald an den Weg, griffen auch selbst zur Säge oder zogen kleine Fichten direkt aus dem Boden. Auch ihre zwei Lehrerinnen sowie die engagierten Eltern packten tatkräftig mit an. Und alle verfolgten ein gemeinsames Ziel: Möglichst viele Fichten, die nicht in dieses feuchte Ökosystem gehören, zu entnehmen.

„Der Erlenbruchwald ist ein ganz besonderes Juwel und gerade in Zeiten der Klimaerwärmung besonders schützenswert“, erklärt Antonius Klein von der uNB.

„Die Pflegeaktion ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Umweltbildung und praktischer Naturschutz Hand in Hand gehen können“, ist sich Kerstin Prutti vom Naturpark Sauerland Rothaargebirge sicher. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Naturparkschule, Naturschutzbehörde und Regionalforstamt verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass jeder einen aktiven Beitrag zum Schutz der Natur leisten kann. Der Dank gilt allen, die an der Organisation und Durchführung beteiligt waren und zum Erfolg beigetragen haben, insbesondere natürlich den Kindern!“

Schön wars - hier ein paar Impressionen der Naturschutzaktion

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