Nordhrein-Westfalen stärkt Schutzzäune und weitet die Sperrzone aus
Mitte Juni 2025 ist in Nordrhein-Westfalen das erste mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein im Kreis Olpe gefunden worden. Bislang sind weitere Wildschweine in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis positiv auf die ASP getestet worden. Seit Beginn des Ausbruchs gelten in den Kreisen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der ASP, u.a. sind um das Kerngebiet die Sperrzonen I und II eingerichtet und Zäune aufgebaut worden. Hier findet ihr die interaktive Karte.
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine virusbedingte Infektionskrankheit, die ausschließlich Haus- und Wildschwein befällt. Sie verläuft fast immer tödlich und ist unheilbar. Eine Impfung für Schweine zur Vorbeugung gibt es nicht. Für Menschen ist die ASP nicht gefährlich.
Hinweis zu Verhaltensregeln im Wald
Bitte bleibt in Wald und Flur auf den Wegen, damit Wildschweine nicht aufgescheucht werden und ihren Bewegungsradius nicht unnötig vergrößern. Seid ihr in Gruppen unterwegs, so wird eine Gruppengröße von maximal zehn bis 15 Personen empfohlen.
Bitte beachtet, Hunde an der Leine zu führen!
Darüber hinaus gilt das Wegegebot für ALLE Aktivitäten im Wald, also u.a. für:
- Mountainbiking
- Reiten
- Geocaching
- Pilze sammeln
- Trailrunning
- Hundetraining
- Wanderungen
- Fotografie
- Tierbeobachtungen
- etc.
Weitere Informationen erhaltet ihr auf den Homepages der Kreise:
a) Kreis Olpe
Ein Kontakt mit dem (verendeten) Wildschwein oder Kadaverteilen ist unbedingt zu vermeiden.
Bei dennoch erfolgtem Kontakt sollte zur Verhinderung einer Seuchenverschleppung alles, was mit dem Wildschwein oder Kadaver in Kontakt gekommen ist, bei 60° Grad gewaschen und gegebenenfalls desinfiziert werden (z.B. Hände, Schuhe, Hundeleine etc.).
Wirksame Desinfektionsmittel sind in der DVG-Liste einsehbar.
Welchen Beitrag könnt ihr leisten, um die Ausbreitung der ASP einzudämmen?
Aktiv gegen die Verbreitung von ASP können nicht nur Tierhaltende sowie Jägerinnen und Jäger handeln, sondern auch ihr könnt wirksame Maßnahmen treffen. Infiziertes Fleisch oder Wurst ist für Menschen ungefährlich, aber weggeworfene Speisereste, z. B. an Autobahnen, Landstraßen, aber auch Wanderwegen, werden von Wildschweinen gefressen und können die Ausbreitung der Seuche bedeuten. Bitte werft daher Speisereste ausschließlich in verschlossene Müllbehälter oder nehmt sie zur Entsorgung wieder mit nach Hause!
Weitere Informationen zur ASP unter:
a) Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
b) Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung
Danke an alle für die Unterstützung!