Orlebachtal bei Balve

Im Orlebachtal bei Balve können Besucher einen naturnahen Mittelgebirgsbach mit seinen besonderen Tier- und Pflanzenarten hautnah erleben: Eisvogel, Prachtlibelle und Bachneunauge sind hier zu Hause. Das Orlebachtal gehört zu den Naturschätzen Südwestfalen.

Eines der schönsten Mäandertäler weit und breit

Die Orle entspringt am Bollenberg in Balve in der Nähe des gleichnamigen Naturschutzgebietes. Sie durchfließt wenig später das „Golddorf Mellen“ und erreicht nach zwei weiteren Kilometern das eigentliche 15 Hektar große Naturschutzgebiet Orlebachtal. Dort schlängelt sich der Bach in ausgeprägten Schlaufen durch eine beschauliche Aue und bildet eines der schönsten Mäandertäler weit und breit. Oberhalb der Hänge liegt eine „Waldinsel“, welche auf ihrem höchsten Punkt mit dem Burgberg Wocklum ein weiteres kleines Naturschutzgebiet beherbergt. Nachdem er das Naturschutzgebiet verlassen hat, fließt der Orlebach in die Teichanlage des Schlosses Wocklum, verlässt diese wieder und mündet ungefähr auf Höhe der Wocklumer Mühle in die Borke, welche wenig später in die Hönne fließt.

Sauberes und sauerstoffreiches Fließgewässer

In der Orle leben viele an das Fließgewässer angepasste Tierarten. Gut beobachten kann man die Zweigestreifte Quelljungfer und die Blauflügel-Prachtlibelle, die auf sauberes, sauerstoffreiches Wasser angewiesen sind. Im Wasser flutet der Wasserhahnenfuß, dort leben auch Bachneunauge und Groppe. Bachneunaugen sind keine Fische, sondern zählen zu den Rundmäulern. Man wird sie jedoch kaum zu sehen bekommen, denn sie leben versteckt im Sediment. Bis die Tiere erwachsen sind, dauert es drei bis fünf Jahre. Die erwachsenen Bachneunaugen nehmen keine Nahrung mehr auf, nach dem Ablaichen sterben sie.

Alle drei bei uns vorkommenden Vogelarten, die speziell an Fließgewässer angepasst sind, kann man hier beobachten: Gebirgsstelzen und Wasseramseln gehen in der Orle ebenso gerne auf die Jagd wie der Eisvogel. Eisvögel graben ihre waagerechten Bruthöhlen in die beeindruckenden Prallhänge des Baches, in der Regel ein Stück oberhalb der Mittelwasserlinie.

Während auf dem Talboden nährstoffreiche Schwemmlandböden das Bild prägen, sind die Hänge nährstoffarm. Die dortigen Magerweiden sind Rückzugsgebiete für Diätliebhaber unter den Pflanzen: Kleines Habichtskraut, Ruchgras und Blutwurz sind nur drei Beispiele aus dieser Gruppe.

Ansprechpartner: Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e. V.

Quelle: Naturschätze Südwestfalen

Luisenhütte

In der Luisenhütte Balve-Wocklum, einem Denkmal von nationaler Bedeutung, sind die geschichtlichen Wurzeln der Hüttentechnologie des benachbarten Ruhrgebiets erlebbar. Einzigartig für Deutschland kann hier ein komplettes Hüttenensemble mit Eisengießerei und Umfeld besichtigt werden.

Museum für Vor- und Frühgeschichte

Im ehemaligen Wocklumer Stabhammer neben der Luisenhütte lädt das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve zu einer Zeitreise durch 400 Millionen Jahre Balver Geschichte ein. Unter dem Motto „Erdschätze – Menschenspuren“ gibt das Museum Einblick in die spannende und abwechslungsreiche Natur- und Menschheitsgeschichte des Hönnetals.

Orlebachtal - Naturerlebnisweg zwischen Balve und Sorpesee

Schwierigkeit: leicht

 6,25 km  1,43 h  135 m  135 m

Balve: Rund um die Luisenhütte in Wocklum

Schwierigkeit: leicht

 8,77 km  2,30 h  200 m  200 m

Alles beginnt bei Luise

Schwierigkeit: mittel

 32,66 km  3,0 h  652 m  642 m