Kahle Pön

Nördlich von Medebach-Titmaringhausen erhebt sich der breite Bergrücken des Kahlen Pön fast auf 775 m ü. NN. Auf diesem ehemals "kahlen" Grenzberg zu Hessen sind Reste montaner Zwergstrauchheiden erhalten geblieben.

Die sanften Oberhanglagen über 700 m ü. NN tragen außerhalb des Gipfelwaldes artenreiche montane Bergwiesen. Die Bergwiesen des Kahlen Pön gehören zu den höchstgelegenen Gold- und Glatthaferwiesen des gesamten Sauerlandes.

Nach Süden hin fallen die Talhänge steiler ins Tal der Wilden Aa ab. Diese Hangzone wird von kleinen Quellbächen durchzogen. Einige Hecken durchziehen den Hang. Im Osten befindet sich ein früher niederwaldartig genutzter Buchenwald.

Das hängige, artenreiche Grünland wird von Rotschwingelweiden, Weißkleeweiden und Glatthaferwiesen eingenommen. Die heckenreichen Hangzonen sind ornithologisch wertvoll als Bruthabitate für Heckenbewohner. Die Heideflächen grenzen unmittelbar an die Althude- und Heidefläche auf hessischem Gebiet an.

Das am Nordrand des Vogelschutzgebietes Medebacher Bucht liegende Naturschutzgebiet bietet eine enge Vernetzung unterschiedlicher Grünland-Lebensräume mit Wald, Hochheide und Hecken.

Vom Medebacher Ortsteil Düdinghausen führt der "Naturweg Kahle Pön" durch  Beerenstrauchheiden und Bergmähwiesen. Der Rundweg endet auf der Kalied, von wo man einen hervorragenden Blick über die Medebacher Bucht genießen kann.