Hönnetal

Eine tiefe Schlucht hat die Hönne im Laufe von Jahrmillionen in den Massenkalk geschnitten. Bei den bis zu bis 50 m hohen senkrechten Felswänden handelt es sich um ein einzigartiges Naturphänomen im Südwestfälischen Bergland.

Felsen im Hönnetal
Felsen im Hönnetal - © Kerstin Berens

Das Hönnetal erstreckt sind von der Stadt Balve in nördliche Richtung  bis nach Hemer. Das Engtal beherbergt verschiedene Lebensraumtypen wie Massenkalkklippen, Felsvegetation, Kalk-Pionierrasen, Schluchtwälder, naturnahe Buchenwälder und Höhlen.

Mit mehr als 110 Höhlen ist das Hönnetal das höhlenreichste Tal in NRW. Bis zu 12 Fledermausarten suchen hier ihr Winterquartier. Mit dem großen Mausohr und der Teichfledermaus stehen zwei Fledermausarten unter den strengsten FFH-Richtlinien unter Schutz, die übrigen heimischen Arten stehen auf der „Roten Liste“.  Auch die Schnecken, Spinnen- und Käferfaune beherbergt Arten von extremer Seltenheit. Auch die Großeule, wie der der Uhu, ist hier noch anzutreffen.

Faunistisch beheimaten die Schattenhänge zahlreiche Farnarten wie die Hirschzunge oder den Schildfarn. An den besonders trockenen und teilweise sonnigen Hängen ist der glänzende Storchenschnabel anzutreffen, auf den Oberhängen mit artenreichen Kalkbuchenwäldern prägen der Waldmeister und das Waldbingelkraut mit ihrer Blütenpracht das Frühjahr.

Das Hönnetal weist eine Fläche von 147 ha auf und zählt zu den FFH-Schutzgebieten.

Aufgrund des Kalkvorkommens befinden sich östlich des Hönnetals große Steinbrüche, die dazu geführt haben, dass die steilen Felswände teilweise nur noch eine Mächtigkeit von wenigen Metern aufweisen. Beeinträchtigt wird das Gebiet neben den Steinbrüchen vor allem durch die stark befahrene Bundesstraße, die Eisenbahnlinie und durchgeführte Hangsicherungsmaßnahmen.

Der Besuch des Hönnetals ist insbesondere an den etwas ruhigeren Tageszeiten über den Hönnetalwanderweg empfehlenswert.