Dollenbruch und Sellenbruch

Moorwälder, Erlenwälder, offene Grünlandflächen mit Feucht- und Pfeifengraswiesen - im FFH-Gebiet Dollenbruch, Sellenbruch und Silberbachoberlauf spielt Wasser eine besondere Rolle und hat eine Vielzahl von seltenen, struktur- und artenreichen Biotoptypen entstehen lassen.

Südlich von Silberg und Brachthausen (Kirchhundem) liegt das FFH-Gebiet Dollenbruch, Sellenbruch und Silberbachoberlauf. Wie der Name schon sagt besteht das Gebiet aus drei Teilbereichen, die zusammen das 41 ha große FFH-Gebiet bilden (DE-4914-302).

Nur ein Teilbereich des Naturschutzgebietes Dollenbruch ist gleichzeitig auch als FFH-Gebiet geschützt. Insgesamt ist das NSG Dollenbruch 98 ha groß und umfasst hautsächlich das verzweigte Talsystem des oberen Silberbaches mit naturnahen bis halb-naturnahen Gewässer-, Offenland- und Wald-Lebensräumen. Entlang der Bachniederungen stocken Bach-Erlenwälder mit eingestreuten kleinen Bruchwäldern. Einzelne randliche Laub- und Nadelmischwälder weisen Heiderelikte mit Wacholdern auf.

Das Offenland ist geprägt aus extensiv genutzten Grünlandflächen, Wildwiesen und Wildäcker. Auf den feuchten Offenlandflächen wachsen seltene Borstgrasrasen, Seggenriede und Feucht- und Nasswiesen mit Sumpfdotterblumen und Mädesüß.

Die Teilfläche NSG Sellenbruch ist ein größerer Birken-Moorwald mit großen und bedeutsamen Königsfarn-Beständen. Der Silberbach und seine Quellbäche mäandrieren hier auf längeren Abschnitten sehr naturnah und werden von torfmoosreichen Erlen-Auenwäldern begleitet.  Gerade der Eisvogel füllt sich an den naturnahen Gewässerabschnitten heimisch.

Insgesamt ist das gesamte Gebiet sehr struktur- und artenreich und bietet vielen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Die Birken-Moorwälder und Erlen-Auenwälder sind genauso hervorzuheben wie die Pfeifengraswiesen, die im Naturraum Bergisches Land / Sauerland extrem selten sind. 

"Grenzgeschichten hautnah" - Von der Vorspanneiche in den Dollenbruch

Schwierigkeit: leicht

 4,47 km  1,16 h  119 m  119 m