Pflegemaßnahme im Naturparkjuwel

Naturpark Sauerland Rothaargebirge widmet sich der Heide und der seltenen Heidelerche auf der Trupbacher Heide

Der ehemalige Truppenübungsplatz, heute die Naturschutzgebiete „Heiden und Magerrasen bei Trupbach“ und „Kirrberg“, die sich auf Siegener und Freudenberger Stadtgebiet befinden, ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel für Erholungssuchende, sondern auch Lebensraum für viele seltene Pflanzen- und Tierarten. Darunter für den unscheinbaren Zugvogel – die Heidelerche.

Hier im Schutzgebiet besteht die größte Heidelerchen-Population im Kreis Siegen-Wittgenstein. Mit den sonnenexponierten, trockensandigem Heide- und Magerrasenflächen herrschen optimale Lebensbedingungen für die Heidelerche. Eigentlich, denn kurzrasige, vegetationsfreie Flächen haben in der Vergangenheit durch natürliche Prozesse stark abgenommen.

In Kooperation mit der biologischen Station und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein hat der Naturpark Sauerland Rothaargebirge daher eine Pflegemaßnahme auf der Trupbacher Heide durchgeführt. Die Maßnahme (Gehölzentnahme, Oberbodenabtrag) diente vorranging zur Entwicklung der überalterten Heidebestände als auch der Herstellung von Habitaten für die Heidelerche. Umgesetzt wurde das Projekt durch die regional ansässigen Firmen Vlam Gartengestaltung und Uto Bunzel.

Gefördert wurde das Projekt durch das Land Nordrhein-Westfalen.                                                                                                                                                              

Hintergrund der Pflegemaßnahme: 2017 hat der Naturpark Sauerland Rothaargebirge im Rahmen des Landeswettbewerbs Naturparke 2018 eine Kampagne ausgerufen, bei der Einheimische und Gäste dazu aufgefordert waren, ihren besonderen Ort in der Naturparkkulisse, ein sogenanntes Juwel, zu benennen. Unter den durch einen Juryentscheid auserkorenen 35 Juwelen befindet sich auch die Trupbacher Heide. Im anschließenden „Juwelenschliff“ wurden vereinzelt Maßnahmen zur Attraktivierung bzw. Verbesserung der infrastrukturellen Ausstattung gefördert. Darunter örtliche Besucherlenkungsmaßnahmen, eine zeitgemäße mediale Informationsausstattung der Erlebnisstätten oder wie im vorliegenden Fall eine Maßnahme zur Biotopsicherung (Gehölzentnahme, Oberbodenabtrag).