Wittgenstein

Die Wälder sind Heimat der einzig freilebenden Wisentherde in Mitteleuropa.

Wisentherde
Wisentherde - © Wisent-Welt Wittgenstein - Fotografin: Tina Scheffler

Das Wittgensteiner Land grenzt längs Rothaarkammes östlich am Siegerland und südlich am Hochsauerland an. Die dicht bewaldeten Höhenzüge liegen überwiegend im fürstlichen Besitz. Die Liebe der Fürstenhäuser zur Natur und zum Wild haben dazu beigetragen, das großflächig beeindruckende Buchenwälder mit offenen artenreichen Wiesentälern bei Bad Laasphe und Bad Berleburg erhalten geblieben sind. Diese Wälder sind Teil der größten unzerschnittenen Naturräume in Nordrhein-Westfalen und als Großschutzgebiete von europaweiter Bedeutung. Hier leben zahlreiche Tierarten, die auf große ruhige Waldlebensräume angewiesen sind, u.a. auch  die einzige freilebende Wisentherde Mitteleuropas. Die Auenlandschaften der Flüsse Eder und Lahn, ihre Seitentäler sowie die flacheren Hochebenen werden von der landwirtschaftlichen Grünlandwirtschaft geprägt. Kleine und mittelständige Familienbetriebe pflegen hier eine strukturreiche Kulturlandschaft. Artenreiche Magerrasen und Wacholderheiden als Zeugen alter Bewirtschaftungsweisen sind hier erhalten geblieben, die oft noch mit alten Nutztierrassen, wie dem „Wittgensteiner Höhenvieh“, bewirtschaftet werden.