Wittgenstein

Die Kulturlandschaft Wittgenstein überdeckt die östliche Hälfte des Kreises Siegen-Wittgenstein auf dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Wittgenstein.  Mit einer Walddeckung von rd. 70 % ist Wittgenstein die waldreichste Kulturlandschaft im Naturpark.

Durch die aufragenden Gebirge ist das Wittgensteiner Land naturräumlich, kulturhistorisch und durch siedlungsfreie Räume deutlich vom angrenzenden Siegerland abgegrenzt. Die Kulturlandschaft ist durch Forst- und Landwirtschaft und lockerer Besiedlung geprägt. In den niederschlagsreichen Höhenzügen des Rothaargebirges entspringen Sieg, Lahn und Eder.

 In der ehemaligen Grafschaft weisen Wallburgen bereits auf eine eisenzeitliche Besiedlung hin. In den Städten Laasphe und Berleburg entstanden im Mittelalter Burgen, die später zu eindrucksvollen Schlossanlagen ausgebaut wurden. Weiler und Kirchdörfer werden durch traditionelle Fachwerkbauweise mit hessischen Einfluß geprägt. Bei Raumland entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert ein überregional bedeutender Schieferabbau, der später durch die ungünstige Verkehrslage eingestellt wurde. Das Wittgensteiner Land ist durch die späte Erschließung mit der Eisenbahn  in den darauf folgenden Jahrzehnten wenig industriell geprägt. Die Landschaft entwickelte sich mehr zu einer Erholungslandschaft mit Schlössern, repräsentativen Landsitzen und imposanten Kuranlagen in Bad Berleburg und Bad Laasphe.