Medebacher Bucht

Die Kulturlandschaft Medebacher Bucht beschränkt sich im Wesentlichen auf die Stadtgebiete von Hallenberg und Medebach, den südöstlichen Teil des Hochsauerlandkreises und Teile des Stadtgebietes von Winterberg.

Sonnenuntergang in der Medebacher Bucht
Sonnenuntergang in der Medebacher Bucht - © Touristik-Gesellschaft Medebach mbH

Die Medebacher Bucht trägt auch den wohlklingenden Namen „Toskana des Sauerlandes“, denn durch die geschützte Lage östlich des Gebirgskammes vom Kahlen Asten bis Etterskopf kommt es zu deutlich geringeren Niederschlägen als im übrigen Naturpark. Bis 1815 gehörte die Medebacher Bucht zum westlich angrenzenden Kurkölnischen Sauerland mit dem Erzbistum Köln. Die Dominanz der katholischen Konfession ist heute noch im Brauchtum erkennbar. Ab 1815 gehörte die Medebacher Bucht zum Königreich Preußen.

Landnutzung und Landschaftsbild wurden beeinflusst durch die relative Verkehrsferne, der peripheren Lage in den Herrschaftsgebieten und durch die unfruchtbaren Böden. So entwickelte sich eine kleinteilige, extensiv bewirtschaftete Land- und Forstwirtschaft mit einer hohen Bedeutung für den Naturschutz. Die Medebacher Bucht wurde deshalb als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgeweisen.

In den Siedlungsformen dominieren Weiler und Kirchdörfer. Die ländliche Bausubstanz ist durch hessische Bautypen als Längs- und Querhäuser geprägt. In den historischen Stadtkernen von Medebach und Hallenberg sind die späteren preußischen Einflüsse, beispielsweise am Hallenberger Rathaus, erkennbar.