GGS Heggen ist "Naturpark-Schule"

Groß war der Trubel und die Freude am 01.06.22 auf dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule Heggen. Grund der Feierlichkeit war die offizielle Auszeichnung der GGS Heggen als „Naturpark-Schule“.

Neben vielen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Vertreter des Fördervereins und dem gesamten Lehrerkollegium mit Schulleiterin Verena Horn hatten sich noch viele weitere Gäste angekündigt: Achim Henkel (Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop), Britta Halbe (Schulrätin des Kreises Olpe), Georg Schmitz (stellv. Geschäftsführer Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.) und Kerstin Prutti (Regionalmanagerin für den Kreis Olpe) hatten sich mit auf dem Schulhof versammelt. 

Nach einer musikalischen Darbietung durch das Orchester der Musikschule begrüßte Schulleiterin Verena Horn die Gäste und freute sich sichtlich über den nun abgeschlossenen Zertifizierungsprozess und über die Auszeichnung zur dritten Naturpark-Schule im Kreis Olpe. Viele Projekte hat die Schule bereits umgesetzt, zum Entdecken und Staunen geht es regelmäßig bei den „Draußen-Entdeckertage“ in den Wald oder auf die Wiesen. Doch viele schöne Projekte liegen noch vor ihnen, so ist sich Verena Horn sicher. Ein großes Projekt wird sogar noch in diesem Jahr umgesetzt: Der Bau eines „Grünen Klassenzimmer“, welches mit Fördergeldern und Unterstützung des Fördervereins auf einem bislang ungenutzten Teil des Schulhofes hinter der Turnhalle realisiert werden kann. „Kinder sind unsere Zukunft und sie werden es einmal besser machen, unsere Natur zu schützen“, betonte die Schulleiterin.

Zur Zertifizierung gratulierten Bürgermeister Achim Henkel und Schulrätin Britta Halbe ebenfalls herzlichst. Als Geschenk gab es von Britta Halbe ein Eichhörnchen aus dem 3D-Drucker. Dieses soll nicht nur als Symbol für die wichtige Digitalisierung stehen, sondern vor allem für die intelligente Vorratshaltung des Nagetieres: Wie das Eichhörnchen Nüsse für den Winter sammelt, so sollen auch die Kinder Erfahrungen, Schätze und Entdeckungen sammeln – immer vor dem Hintergrund „was kann ich tun, um unsere Natur zu schützen“.

Georg Schmitz, stellv. Geschäftsführer des Naturparks., betonte, dass die Grundschule Heggen nun ein Teil des Netzwerkes von Naturpark-Schulen und Naturpark-Kitas in der gesamten Naturparkkulisse ist und die Schülerinnen und Schüler in den nächsten fünf Jahren bei Projekttagen, die auch mit Unterstützung des Naturparks durchgeführt werden, viel entdecken werden. Er ist sich sicher, dass diese Partnerschaft aber auch über die fünf Jahre hinaus gehen wird.

Damit die Kinder draußen auch mit den erforderlichen Utensilien forschen und Tiere oder Pflanzen bestimmen können, überreichte Georg Schmitz als Geschenk des Naturparks insgesamt zehn sogenannte „Entdeckerwesten“. Dies sind robuste Westen, die mit Becherlupe, Kompass, Bestimmungshilfe und anderen nützlichen Materialien ausgestattet sind und den Kindern ein selbständiges Entdecken unserer Natur ermöglichen.

Alle Klassen ließen es sich nicht nehmen und gestalteten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Kängurutanz, Gedichte, musikalische Soloauftritte und eine Aufführung zum Musikstück „Baum des Lebens“ aus dem Musical Tabaluga ließen die Zertifizierungsfeier festlich, bunt und fröhlich werden und zeigte, wie sehr sich alle Beteiligten über die Zertifizierung freuen und dass das Projekt auch bei den Jüngsten schon jetzt auf große Resonanz trifft.  

Bevor Georg Schmitz dann die Urkunde an Leiterin Verena Horn überreichte, sangen alle Kinder ein selbstgedichtetes Schullied rund um das Thema „Natur“.

 

Hintergrund: Das Prädikat „Naturpark-Schule“ wird vom Verband Deutscher Naturparke (VDN) zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren verliehen. Die Gemeinschaftsgrundschule Heggen ist nach dem Gymnasium Maria Königin in Altenhundem und der Grundschule „Am Kreuzberg“ in Kirchhundem die dritte Schule im Kreis Olpe, die mit dem Zertifikat „Naturpark-Schule“ ausgezeichnet wurde. Im gesamten Naturparkgebiet ist sie die dreizehnte Schule. In Zusammenarbeit mit der Naturpark-Regionalmanagerin für den Kreis Olpe, Kerstin Prutti, werden sich die Schülerinnen und Schüler in Zukunft in besonderem Maße mit der Region, der Landschaft, aber auch mit der Industrie- und Kulturgeschichte vor der eigenen Schultür beschäftigen. Dabei werden Lern- und Erfahrungsorte im Umfeld der Schule sowie Partner wie Ranger, Förster oder Landwirte regelmäßig in den Schulalltag mit einbezogen.